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Sherlock Holmes und der Höllenbischof

SHERLOCK HOLMES UND DER HÖLLENBISCHOF
SHERLOCK HOLMES UND DER HÖLLENBISCHOF

Barbara Büchner
Roman / Crime

Fabylon
Covergrafik: Mark Freier
Covergestaltung: Atelier Bonzai
Innengrafiken: Mark Freier

MEISTERDETEKTIVE: Band 7
Taschenbuch, 212 Seiten
ISBN: 978-3-943570-80

Mar. 2017, 14.90 EUR
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Khurat Khan, alias Bart Mosley, trachtet Sherlock Holmes weiterhin nach dem Leben. Obwohl er selbst außerhalb Londons und gar Großbritanniens weilt, besitzt er genug Anhänger und Helfer und scheint überdies mit finsteren Mächten zu paktieren.
Nur seinem Intellekt und seiner Vorsicht verdankt es Holmes, dass er und Dr. Watson nicht das Opfer einiger perfider Giftanschläge werden. Der Meisterdetektiv weiß, wenn Khurat Khan seine Finger im Spiel hat, werden selbst augenscheinlich harmlose Schriftstücke und Holzpüppchen zu tödlichen Waffen.
Doch wie gefährlich Khan/Mosley wirklich ist, erfahren Holmes und Watson erst, als er sich in der Identität eines Bischofs Zugang zum königlichen Hof erschleicht. Holmes weiß um Khurat Khans Gerissenheit, der sich skrupellos die spiritistische Leichtgläubigkeit der Königin zunutze machen will, um das Empire nicht nur in seinen Grundfesten zu erschüttern, sondern gleich gänzlich zu Fall zu bringen.

Meinung:

Obwohl die von Alisha Bionda herausgegebene Reihe unter dem Titel MEISTERDETEKTIVE veröffentlicht wird, stehen sämtliche bis dato erschienene Bände unter dem Banner des wohl größten aller fiktiven Ermittler: Sherlock Holmes.
Neben einer Anthologie, einer Novellensammlung, sowie dem phantastischen Abenteuer aus der Feder von Sören Prescher und Tobias Bachmann und dem düster-morbiden Roman von Desireé Hoese, stammen nicht weniger als drei Werke komplett aus der Feder von Barbara Büchner, die mit „Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf“ und „Sherlock Holmes und die seltsamen Särge“ zwei Episodenromane ganz im Stile Sir Arthur Conan Doyles verfasst hat.
Mit diesen beiden Titeln hat die Autorin bereits hinlänglich bewiesen, dass sie sich im Kanon von Sherlock Holmes bestens auskennt und auch den etwas antiquierten Stil meisterhaft beherrscht. Nichtsdestotrotz greift sie nicht nur auf Figuren aus dem Kosmos Doyles zurück, sondern hat in den oben genannten Werken eine Fülle eigener Charaktere entworfen, auf die sie zurückgreifen kann, um sie nach ihrem Gusto zu formen, damit sie sich entwickeln können.
Auf Mrs. Hudson, Bruder Mycroft und Inspektor Lestrade muss der Leser natürlich ebensowenig verzichten, wie auf die zahlreichen Anspielungen auf die Original-Erzählungen, wenngleich sie im Anhang unter teilweise weniger bekannten deutschen Titel genannt werden. Ein kleiner Fauxpas unterläuft der Autorin jedoch, als sich Dr. Watson an die mörderische Qualle erinnert, die in Doyles Erzählung „Die Löwenmähne“ mehrere Opfer fordert. Allerdings kann sich Watson gar nicht an diese Episode erinnern, da sie eine der wenigen Erzählungen Doyles darstellt, die aus der Sicht von Holmes geschildert wird, da er dort allein ermittelt.
Ansonsten bietet auch „Der Höllenbischof“ gewohnt unterhaltsame und scharfsinnige Krimi-Kost auf gehobenem Niveau. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist nur, dass die einzelnen Episoden dieses Mal sehr voneinander gelöst erscheinen und Holmes gerade zu Beginn sehr passiv ist, was zu einigen Längen im Lesefluss führt.
Dessen ungeachtet fügt sich auch dieser Band hervorragend in die Reihe ein und sei jedem Sherlock Holmes-Fan, egal ob Sherlockianer oder Holmesianer, wärmstens ans Herz gelegt.

Aufmachung:

Mark Freier zeichnet sich für die fünf Innenillustrationen und die tolle, düstere Titelbildgrafik verantwortlich, die vom Atelier Bonzai harmonisch in das Reihenlayout eingefügt wurde. Das Lektorat hat einmal mehr herausragende und sorgfältige Arbeit geleistet. Auffallend ist die tolle Papierqualität, sowie die gefällige Schriftgröße, die den Preis von 14,80 € durchaus rechtfertigen.

Fazit:

Gleichermaßen unterhaltsame wie scharfsinnige Krimikost auf gehobenem Niveau. Die Autorin beweist einmal mehr, dass sie eine legitime Nachfolgerin von Sir Arthur Conan Doyle ist.

11. Aug. 2017 - Florian Hilleberg

Der Rezensent

Florian Hilleberg
Deutschland

* 03. März 1980
Website: http://www.florian-hilleberg.net/
Total: 2555 Rezensionen
Dezember 2017: 3 Rezensionen

Im Jahre 1980 erblickte ich in Uelzen, einem kleinen malerischen Städtchen inmitten der Lüneburger Heide, das Licht der Welt.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf unweit meiner Geburtsstadt. Sehr früh schon interessierten und faszinierten mich die dunklen Mythen, die Dämonen und Untoten – und bald hie...

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