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Startseite > Rezensionen > Zombies > Florian Hilleberg > Horror > 13 Eerie – We prey for you

13 Eerie – We prey for you

FSK-Freigabe 13 EERIE - WE PREY FOR YOU

(Originaltitel: 13 Eerie)



Anolis Entertainment
DVD/Blu-ray - Horror
Kanada 2012
FSK: ab 18, ca. 86 min.
EUR 12.99, Status: Jetzt bestellen

Eine Gruppe angehender Forensiker wird auf eine Insel gebracht, wo sie den ultimativen Test ablegen sollen. Ihr Dozent, Professor Tomkins, hat nämlich an strategischen Punkten Leichen der Gerichtsmedizin ausgelegt, die von den Studenten begutachtet und sichergestellt werden sollen. In Zweiergruppen machen sich die jungen Leute an die Arbeit, überwacht durch den Professor, der die Arbeit seiner Studenten über die Videokameras jederzeit beobachtet. Die Sache hat nur einen Haken, denn bei der Insel handelt es sich um ein ehemaliges Testgelände des Militärs, die für ihre Experimente Häftlinge missbraucht haben. Selbst Professor Tomkins ahnt nicht, dass einige Häftlinge durch die Experimente verändert wurden und jetzt als zombieähnliche Mutanten die Insel auf der Suche nach Menschenfleisch durchstreifen ...

Meinung:


Zugegeben, auch dieser kanadische Zombie-Horror kann das Rad nicht neu erfinden, doch bei solchen Produktionen ist es von Bedeutung mit welcher Einstellung man an den Film herangeht. Hofft man beispielsweise einfach auf einen solide produzierten und ordentlich gespielten Splatter-Streifen mit gelungenen, hausgemachten Effekten wird man bei 13 EERIE bestens bedient. Vielschichtige Charaktere oder einen raffinierten, innovativen Plot sucht man jedoch vergeblich, und es darf angenommen werden, dass beides nicht von Lowell Dean angestrebt war. Tatsächlich erinnert das Grundgerüst der Story an eine Mischung aus dem Thriller „Mindhunters“ und „Survival of the Dead“ (der Insel wegen). Hierbei greift natürlich wieder das bekannte und beliebte Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip. Mit Katharine Isabelle konnte man außerdem eine versierte Schauspielerin mit Horror-Film-Erfahrung gewinnen, der man gerne zusieht und der man dank ihres selbstbewussten Auftretens die Heldinnen-Rolle auch ohne weiteres abnimmt. Die restliche Schauspiel-Leistung reicht von solide bis gut, ohne wirklich aus der Masse herauszuragen. Lediglich die Schreie von Kristie Patterson, alias Kate, klingen sehr unnatürlich. Für ein wenig Angst reicht es allemal, doch in anbetracht der Tatsache, dass ihr Leib durch ein dorniges Gestrüpp gezogen wird, wobei sie einige schwere Verletzungen davonträgt, um anschließend von einem Zombie angenagt zu werden, wirken sie wenig authentisch. Der Schmerz, den die junge Frau empfinden muss, hört man jedenfalls in keiner Sekunde heraus, was allerdings auch an der deutschen Synchro liegen mag.
Der Film braucht ein wenig Zeit, um in Fahrt zu kommen. Nachdem die Protagonisten weitestgehend vorgestellt wurden, was nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch nimmt, wird auf altbekannte Art und Weise versucht eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen. Hier ein Rascheln im Gebüsch, dort ein verschwundenes Stück Fleisch vom Grill und natürlich die unvermeidlichen Bewegungen aus dem Augenwinkel. Dabei wird den Zombie-Mutanten eine gewisse Bauernschläue angedichtet, die sie zumindest befähigt, sich im Bedarfsfall anzuschleichen oder zumindest im Verborgenen zu halten. Hierbei muss man dem Film zugute halten, dass es sich nicht um Zombies im klassischen Sinne handelt, also nicht inspiriert wurden von George A. Romeros „Night of the Living Dead“. Sie sind zwar nicht so schnell wie die Läufer aus „28 Days later“, aber immer noch beweglicher als die herumstolpernden Zombies von Romero und Co. Daher reicht auch eine relativ geringe Stückzahl aus, um die Protagonisten in Bedrängnis zu bringen. Das Setting ist hier wohl noch das Originellste, denn es handelt sich eben nicht um das x-te Weltuntergangsszenario, obwohl es durchaus als der Auslöser für ein solches dienen könnte. Die Effekte sind sehr gut gelungen und dabei recht deftig ausgefallen. Hier konnten sich die Macher mal wieder richtig austoben und hatten offenbar viel Spaß bei der Produktion. Glücklicherweise wurde auf computergenerierte CGI-Effekte komplett verzichtet.
Das Bild ist gestochen scharf und die Kameraführung sehr professionell, ohne unnötig zu ruckeln. Auch hier waren Profis am Werk.
Extras in Form eines Making-Of oder diverse Interviews sucht man leider vergebens. Die üblichen Trailer und Bildergalerien sind alles was der geneigte Zuschauer auf dem Silberling findet.
Aber Achtung! Es ist durchaus möglich, dass diese Version für den deutschen Markt leicht gekürzt wurde, obwohl er immer noch ziemlich brutal ist.

Aufmachung:

Das Covermotiv lässt keine Fragen offen und zeigt dem potenziellen Zuschauer sofort, was ihn in den kommenden 86 Minuten erwartet. Die Screenshots auf der Rückseite machen Appetit und sind äußerst aussagekräftig, ohne dabei unnötig zu spoilern.

Fazit:

Spannender Zombie-Splatter mit tollen Effekten. Obwohl die Untoten nicht klassischer Natur sind, sorgen die Monster für Gänsehaut. Solide bis sehr gute Darsteller sorgen für ein gelungenes Filmvergnügen.

14. Dez. 2013 - Florian Hilleberg

Der Rezensent

Florian Hilleberg
Deutschland

* 03. März 1980
Website: http://www.florian-hilleberg.net/
Total: 2544 Rezensionen
September 2017: 1 Rezension

Im Jahre 1980 erblickte ich in Uelzen, einem kleinen malerischen Städtchen inmitten der Lüneburger Heide, das Licht der Welt.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf unweit meiner Geburtsstadt. Sehr früh schon interessierten und faszinierten mich die dunklen Mythen, die Dämonen und Untoten – und bald hie...

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