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Ich liebe meine Traumwelten!

Interview mit Tobias Bachmann, geführt von Florian Hilleberg am 20. Jan. 2009.


Tobias Bachmann Tobias Bachmann
Hallo Tobias, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Um mit der Tür ins Haus zu fallen: Warum schreibst Du Horror-Geschichten?

Für gewöhnlich handle ich diese Frage mit einem lakonischen „Warum nicht?“ ab. Interessant ist jedoch, dass mir diese Frage in letzter Zeit öfter gestellt wird, und sie mich mittlerweile auch selbst beschäftigt. Wenn ich ehrlich bin, kann ich sie nicht beantworten. Ich habe vor kurzem Stephen Kings „Danse Macabre“ gelesen, und er beantwortet dort die selbe Frage damit, dass er sagt, er wolle den Wahnsinn der Welt in einem Marmeladenglas einfangen, damit man ihn dort schön und sicher von allen Seiten betrachten kann. Meiner Meinung nach ist das ein netter Versuch, den Fragesteller zu befriedigen. Obgleich alle Welt sicherlich hören möchte, dass man schon als Kind ganz viele Probleme hatte, und diese sich mit dem Verfassen von Horror-Geschichten von der Seele schreibt. Hier muss ich jedoch enttäuschen. Und noch enttäuschender muss es sein, wenn ich sage, dass ich mich eigentlich nicht als Horror-Autor sehe, sondern als Phantastik-Autor. Ich mache da einen Definitionsunterschied. Phantastik beinhaltet Horror, ebenso wie Fantasy, Science-Fiction, oder all die anderen Subgenres, die Buchhändler und Verlage so definieren. Ich selbst schreibe Phantastik im weitesten Sinne. Vieles davon ist düster und unheimlich. Manchmal versuche ich ein Gefühl der Angst beim Leser hervorzurufen. Wenn mir das gelingt, könnte es eine Horror-Geschichte sein. Letztlich entsteht der Horror jedoch nur aufgrund der Ursprungsidee, und wenn es zur Geschichte passt. Ich setzte mich nicht hin, mit dem Vorsatz, eine Horror-Geschichte zu schreiben. Ich setze mich hin, mit dem Zwang eine Idee auf Papier zu bändigen. Ich bin Bauchschreiber, kein Geschichtenkonstrukteur. Und wenn die Geschichte sich aus dem Bauch heraus in eine unheimliche wandelt, dann wasche ich meine Hände in Unschuld. Ich kann nichts dafür. Ich habe lediglich dafür gesorgt, dass der Wahnsinn rauskommt.


YWelchen Beruf hast Du erlernt? War die Schriftstellerei schon immer Dein geheimer Wunsch?

Die korrekte Berufsbezeichnung meines Broterwerbs lautet „staatlich geprüfter Heilerziehungspfleger“. Ich schreibe länger, als ich diesen Beruf ausübe. Meine ersten ernsthaft zu nennenden Gehversuche als Schriftsteller tätigte ich 1993. Meine berufliche Ausbildung habe ich 2001 abgeschlossen. Vorher machte ich meinen Zivildienst in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung, hängte noch ein Praktikum dran, schlitterte irgendwie in die Ausbildung und wurde übernommen. Ich bin da quasi hängen geblieben, was sich jedoch mittlerweile gehörig rächt. Zunehmend muss ich feststellen, dass mein erlernter Beruf nicht meine Berufung ist. Meine Berufung ist das Schreiben, und mein Beruf hält mich mehr oder weniger davon ab, meiner Berufung in größer werdenden Schritten zu folgen. Und je größer diese Schritte werden, desto schwieriger wird es, das Arrangement aus Beruf und Berufung aufrecht zu erhalten. Daher habe ich im September innerhalb meiner Firma den Bereich gewechselt. Ich arbeite nun nicht mehr im Schichtdienst, was bezüglich der Schreiberei schon ein Vorteil ist. Der nächste Schritt wird es sein, irgendwann die Stunden zu reduzieren, was ich jedoch erst machen kann, wenn seitens der Berufung die ohnehin geringen Finanzspritzen regelmäßiger werden. Die Zeit wird zeigen, ob ich diesen Schritt eines Tages wagen kann.


Du schreibst vornehmlich düstere Phantastik. Hattest Du jemals Ambitionen Dich literarisch in einem vollkommen anderen Genre auszutoben?

YSicherlich. Ich glaube kein Schriftsteller ist einem Genre verpflichtet. Man hat als Autor seine Vorlieben, fühlt sich in einem bestimmten Genre sicherer, kennt sich da besser aus. Man hat sich sozusagen auf ein Genre spezialisiert. Dennoch sucht man sich immer wieder mal neue Herausforderungen. Das können Kleinigkeiten sein, wie etwa der Einsatz neuer Stilelemente, oder aber das Wagnis, sich in ein anderes Genre vorzutasten, es gegebenenfalls mit dem eigenen Genre zu vermischen. Letzteres habe ich bei meinem Roman „Das Spiel der Ornamente“ gemacht, wo ich Elemente des Kriminalromans mit Phantastik oder Horror kreuzte. Herausgekommen ist ein sehr trashiger Pulp-Roman. Außerdem habe ich bereits unter Pseudonym gewisse - sagen wir mal „Erwachsenenliteratur“ veröffentlicht, was jedoch nicht so mein Ding war, wenn ich ehrlich bin. Der Historische Roman würde mich einmal reizen, doch ich scheue vor den notwendigen Recherchearbeiten zurück. Da traue ich mich noch nicht ran, gleichwohl ich eine Idee für ein solches Projekt hätte.


Welche Autoren haben Dich maßgeblich beeinflusst?

Franz Kafka, H. P. Lovecraft und Clive Barker. Diese drei nenne ich, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich liebe Kafkas traumgleiche Surrealitäten, Lovecrafts schattengleiche Aneinanderreihung kosmischer Adverbien und Barkers fulminante Wortgewalt. Gerade in meiner Anfangszeit habe ich oft versucht, diese drei Attribute miteinander zu kombinieren. Ob mir das gelungen ist, mag mal dahingestellt sein. Letztendlich hat es mir jedoch zu dem verholfen, von dem ich glaube, dass es mein eigener Stil ist.


Wovon lässt Du Dich inspirieren?

Die Inspiration liegt im Alltag. Sie ist irgendwo dort draußen. Meine Aufgabe ist es, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Abends lege ich mich schlafen, und meine Träume erledigen den Rest. Plötzlich geschehen Verknüpfungen verschiedenster Bilder, Situationen, Gespräche oder Erlebnissen, und dann macht es ganz laut PENG, und ich greife zu meinem Notizbuch und halte alles, was mir in den Sinn kommt fest. Meine Geschichte „Der Nine-Inch-Nail“ ist auf diese Weise während einer Zugfahrt von München nach Nürnberg entstanden.


Wie sieht ein Arbeitstag im Leben von Tobias Bachmann aus? Gibt es eine bestimmte Tageszeit, in der Du besonders kreativ bist?

Zwei Tageszeiten: Frühmorgens, sofern ich es schaffe, mich mit der ersten Tasse Kaffee an den Computer zu setzen, sowie Spätabends, wenn die Welt sich schlafen legt, und man in der abendlich-nächtlichen Stille quasi bis zum Morgengrauen durcharbeiten kann. Leider schließt das eine das andere aus, und Tagsüber lässt mein Job das Schreiben nicht zu. An manchen Tagen komme ich nicht zum Schreiben und andere Tage verstreichen uninspiriert oder ohne Motivation. Wenn ich aber erst mal drin bin, dann habe ich im Idealfall keinen Termin mehr, denn ich komme nur schwer wieder raus. Nachdem ich zwischen den Jahren keine einzige Zeile geschrieben habe, schaffte ich es zum Jahresanfang irgendwie, an einem Tag 60 Seiten nahezu am Stück zu schreiben. Dennoch wünschte ich, ich würde konsequenter an die Sache rangehen. Der oftmals turbulente Alltag lässt dies manchmal jedoch nicht zu.


Welches Deiner Bücher würdest Du empfehlen, wenn man bislang keinen Deiner Texte kennt?

YNun, das kommt ganz darauf an, was man als Leser bevorzugt. Ich bemühe mich, meine Bücher was Thematik und Aufbau der Stoffe angeht, die ich behandle, abwechslungsreich zu gestalten. Zwar soll man am Stil erkennen, dass es sich um einen Bachmann handelt, doch der Inhalt soll überraschen. Mit „Novalis‘ Traum“ liegt ein Band mit Erzählungen vor, die sich allesamt auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Traum beschäftigen. Träume, Alpträume und Geschichten über die Träumer selbst. Von ruhigen, surrealen Storys, bis hin zum bluttriefenden ist hier jeder Bereich abgesteckt. Ebenfalls abwechslungsreich ist meine Retrospektive „Kaleidoskop der Seele“, die einen groben Rückblick über mein bisheriges Schaffen bietet. Thematisch unterschiedlichste Erzählungen, in chronologischer Reihenfolge von 1993-2007. Mit „Auspizien“ liegt ein Buch vor, das drei Novellen bietet, die in einer Rahmenhandlung eingebettet wurden. Das ganze ist an Lovecraft angelehnt. Ähnliches habe ich gemeinsam mit Markus K. Korb in unserem „Arkham-Sanatorium“ versucht, obgleich letzteres entschieden umfangreicher und als Folge der Gemeinschaftsarbeit auch abwechslungsreicher geworden ist. Dennoch würde ich behaupten, dass dieses Buch sehr speziell geworden ist. Der Lovecraft-Veteran wird es entweder lieben oder beschissen finden, wie es halt immer ist bei epigonenhaften Texten. Als Episoden-Roman funktioniert „Das Arkham-Sanatorium“ mit seinen in der Rahmenhandlung integrierten 12 Erzählungen jedoch recht gut. Eigenständige Romane gibt es auch aus meiner Feder. Mit „Die Ruhe nach dem Tod“ gab ich quasi mein Debüt, weswegen es wohl doch zu viel Stoff auf zu wenigen Seiten ist. Es handelt sich dabei um einen wirren Stilmix, der aber hauptsächlich Science-Fiction ist. Und mit „Das Spiel der Ornamente“ liegt die Mixtur aus Kriminalgeschichte und Horror vor. Der Kurzroman ist bewusst von mir sehr trashig und pulpig gestaltet worden. Manch einen konnte das überzeugen, wiederum andere konnten damit nichts anfangen. Auf diesem Grad balancieren vermutlich all meine Werke.


Welche Art von Literatur bevorzugst Du privat?

Wenn ich ehrlich bin, lese ich eigentlich alles, das ich irgendwie in die Finger bekommen kann. Ich habe mir die Fähigkeit bewahrt, Geschichten als Leser lesen zu können, es sei denn die Schnitzer und Aussetzer der Autoren sind zu auffällig. Dann kann es schon mal passieren, dass ich ein Buch beiseite lege. Da ich in letzter Zeit leider immer weniger zum lesen komme, fällt auf, dass ich mir mittlerweile aber genauer überlege, was ich lese. Ich liebe Bücher, und kaufe sie mir wie ein Besessener. Überwiegend tatsächlich auch phantastische Werke, wobei es bei den drei Obergenres Vorlieben gibt: Horror sollte nicht nur des reinen Effektes wegen Horror sein, in der Science-Fiction ziehe ich intelligente Dystopien der klassischen Star-Trek-Weltraumschlacht deutlich vor (eigentlich interessieren mich Star-Trek und Star-Wars nicht die Bohne), und für Fantasy im klassischen Sinne kann ich mich nur schwer begeistern. Ich weiß, dass viele aufschreien werden, wenn ich hier sage, dass mich Tollkiens „Herr der Ringe“ so sehr langweilte, dass ich ihn nach der Hälfte abgebrochen habe. Seinen „Kleinen Hobbit“ hingegen fand ich großartig. Ansonsten beschäftige ich mich zunehmend intensiver mit allerhand Sach- und Fachliteratur. Am liebsten sind mir hier diese Pseudowissenschaften. „Verbotene Archäologie“ und all der Quatsch. Aber es macht Spaß solche Sachen zu lesen, und mit der Aufhebung wissenschaftlich erwiesener Tatsachen zu spielen. Außerdem sind solche Sachen eine tolle Inspirationsquelle.


Woran arbeitest Du gerade, beziehungsweise auf was dürfen sich Deine Fans und Leser als nächstes freuen?

Zum Jahresanfang erst habe ich dich Arbeit an „Dagons Erben“ abgeschlossen. Ein Kurzroman, der innerhalb der Edition Arkham im Basilisk-Verlag erscheinen wird. Das Buch wird auf 99 Exemplare limitiert sein, so dass es nur wenigen Lesern, zumeist Vorbestellern, zur Verfügung steht. Für diese habe ich mich jedoch gehörig ins Zeug gelegt, will ich meinen.
Ansonsten sind es derzeit die längeren Stoffe, die mich anziehen und reizen, und da habe ich momentan gleich mehre noch offene Romanprojekte, die ich quasi nach und nach abarbeite. Prognosen, was als nächstes erscheinen wird, kann ich derzeit leider nicht geben, da vertraglich noch nichts unter Dach und Fach ist. Ich kann nur, versprechen, dass das nächste Buch deutlich umfangreicher sein wird. Es wird ein Roman sein, angesiedelt im weiten Feld der Phantastik.



YDie Kurzgeschichte, insbesondere im Genre „Düstere Phantastik“, fristet in Deutschland immer noch ein Schattendasein. Woran mag das Deiner Meinung nach liegen?

Ich höre diese Frage immer wieder. Ich bin nicht gewillt, zu glauben, dass sich dieses Phänomen alleine auf die Phantastische Literatur beschränkt. Kurzkrimis, der sogenannte „abgeschlossene Liebesroman“ und ebenso Lyrik werden schlicht und ergreifend kaum gelesen. Allerhöchstens in einem Boulevard-Magazin das drei Monate veraltet und abgegriffen im Wartezimmer unseres Hausarztes liegt. Verlage sehen in der Kurzgeschichte lediglich eine „Fingerübung für Autoren“, obgleich Kurzgeschichten nicht mit Romanen vergleichbar sind. Die verwendeten Stilelemente, die Herangehensweise an den Stoff, die Ausführung des Plots, und vieles weitere unterscheiden sich komplett voneinander, und erfordern nicht zuletzt ein anderes Arbeiten des Autors. Nicht jeder der gute Kurzgeschichten schreibt, kann auch gute Romane schreiben - und umgekehrt genauso. Die Verlage selbst sehen das Thema jedoch relativ nüchtern und von marktwirtschaftlicher Seite. Kurzgeschichten verkaufen sich nicht, sagen sie, und scheinen damit recht zu haben. Liegt es also am Leser? Anthologieveröffentlichungen gibt es immer wieder. Doch selbst die Kurzgeschichtensammlungen eines Stephen King verkaufen sich nicht so gut, wie dessen Romane. Es liegt also am Leseverhalten. Man ist bereit, sich für längere Zeit auf eine Horde Protagonisten und deren Abenteuer einzulassen. Ist die Handlung jedoch auf nur wenige Seiten begrenzt, scheint für einen Großteil der Leser der Reiz daran verloren zu gehen. Das mag tragisch und bedauerlich sein. Mir selbst gefällt das natürlich auch nicht, immerhin habe ich Jahrelang überwiegend Kurzgeschichten und Erzählungen verfasst. Untersuche ich jedoch mein eigenes Leseverhalten, so muss ich das Groß der Romanleser in Schutz nehmen. Ich lese selbst sehr gerne Kurzgeschichten, doch fesselt mich letztlich ein Roman viel enger und für längere Zeit. Es ist wie mit Sex: Der kurze Quicky wird zwar praktiziert und gerne in Kauf genommen, doch letztlich bevorzugt doch ein jeder die lange, intensive, prickelnde Liebesnacht. Im speziellen Fall der Unheimlichen Literatur führt dies jedoch oftmals dazu, dass man als Leser die Romane enttäuschend findet, da es nur die wenigsten Horror-Romane schaffen eine Atmosphäre des Grauens auf lange Distanz hin aufzubauen und auch zu halten. Um ein Gefühl der Angst oder des Schauers im Leser zu erzeugen, eignet sich die Kurzgeschichte viel besser. Doch phantastische Literatur ist nicht nur Horror, sondern beinhaltet viele Facetten. Wen wundert also der Fantasy-Boom, wo die Romane zu Zyklen mutieren, weil die Leser nicht von den erfundenen Welten loskommen wollen?


Auf Deiner Homepage findet man unter der Rubrik -->Werke -->Frühwerke, den vergriffenen Band „In der Schleuse wohnen die Mäuse“. Laut dem Untertitel geht‘s um kreatives Schreiben mit Menschen mit geistiger Behinderung. Wie ist das konkret zu verstehen? Wie kam es zu dieser Idee?

YDie „Schleusenmäuse“ waren ein Creative Writing Projekt, das ich während meiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in Angriff nahm. Ich dachte damals, dass es doch eine Möglichkeit geben müsste, Beruf und Berufung miteinander zu kombinieren. Herausgekommen ist eine rührseelige, surreale Liebesgeschichte, ersonnen von drei Menschen mit geistiger Behinderungen, die in der Einrichtung lebten, in der ich damals arbeitete. Es sind Erwachsene Menschen, denen die kindliche Fantasie bewahrt wurde. Ich versuchte diese Fantasie kreativ zu kompensieren und schriftlich festzuhalten.


Wird es in absehbarer Zeit eine Neuauflage geben?

Das ganze Projekt erlebte zwei Auflagen, wobei sich noch der Restbestand von etwa 20 Exemplaren in einer Kiste in meinem Arbeitszimmer befindet. Damals hatte ich es mir vorgenommen, das Projekt auszubauen und zu wiederholen. Mittlerweile übe ich den Beruf jedoch schon so lange aus, dass ich leider feststellen musste, dass man in der alltäglichen Berufspraxis nicht dazu kommt, derartige Projekte zu verwirklichen. Eine Neuauflage ist daher nicht geplant.


Was ist dem Menschen Tobias Bachmann wichtig?

An Silvester habe ich traditioneller Weise einen Glückskeks gegessen. Der Text auf dem darin befindlichen Zettel lautete: „Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. Der Erfolg ist Ihnen sicher.“ Ich habe den Zettel an meinen Bildschirm geklebt. Ich bin kein Freund der Realität. Ich liebe die Fantasie, das Phantastische, und ich liebe es, dieser freien Lauf zu lassen. Diese Fähigkeit zu bewahren, sie weiter auszubauen, damit ich noch mehr Zeit in meinen selbstkreierten Fantasiewelten verbringen kann, das ist mir wichtig. Ich mag es nicht, wenn die graue Realität sich zu sehr in mein Hirn hineinstiehlt. Ganz bewusst sehe ich mir keine Nachrichten mehr an. Das Leben ist so viel schöner. Filme wie „21 Gramm - Wie viel wiegt ein Leben?“ ertrage ich nicht. All das Leid auf dieser Welt bringt mich mehr zum verzweifeln, als es das blutrünstigste Monster, made in Hollywood jemals könnte. Ich liebe die Fantasie, die Phantastik, als Film, Buch und in musikalischer Form. Ich liebe meine Traumwelten. In ihnen aufzugehen, das ist mir wichtig. Das mir die Möglichkeit gegeben wird, andere Menschen daran teilhaben zu lassen, erfüllt mich mit Freude. Wichtig ist mir auch, zu lieben und geliebt zu werden. Und den Spaß im Leben nicht zu verlieren. All dies ist mir vergönnt, und mir ist wichtig, dass dem so bleibt. Ich danke den Großen Alten dafür.


Tobias, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview.
http://www.tobias-bachmann.de
© http://www.tobias-bachmann.de

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