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Als Kind hatte ich ein ur-ur-altes Schreibheft von meiner Oma, das liebte ich heiß und innig und dorthinein schrieb ich meine ersten Geschichten.

Interview mit Sophie Oliver, geführt von Alisha Bionda am 18. Jun. 2015.


Dieses Interview ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
8 Beiträge / 38 Interviews / 5 Kurzgeschichten / 72 Galerie-Bilder vorhanden
Sophie Oliver Sophie Oliver
Alisha Bionda führte via Mail den ersten Teil eines umfangreichen Interviews mit SOPHIE OLIVER, deren erster Band einer Vampir-Dilogie IMMORTAL BLOOD 1 jüngst im Oldigor-Verlag erschienen ist.

A.B.: Liebe Sophie, damit Dich die Leser besser kennenlernen, möchte ich Dir erst einmal einige persönliche Fragen stellen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
S.O.: Hallo liebe Alisha! Schön, dass Du dieses Interview mit mir führst. Ich bin eine bunte Mischung. Sowohl was meine Vorfahren als auch meine Veranlagungen und Interessen betrifft. Außerdem bin ich ziemlich wissbegierig und frage auch gerne mal genauer nach. Meine Familie geht mir über alles. Solange sie bei mir ist, bin ich glücklich. Dafür bin ich überhaupt nicht ortsverbunden und könnte wahrscheinlich überall auf der Welt gut leben.

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
S.O.: Ich finde es ein wenig schwierig, meine Vorzüge aufzuzählen – also ausgeprägtes Selbstbewusstsein zeichnet mich schon mal nicht aus ... :-) Aber ich bin dankbar dafür, mit Zielstrebigkeit, Loyalität und Kreativität ausgestattet zu sein. Und die Tatsache, dass ich niemals zur populären Mainstream-Gruppe, sondern eher zu den Sonderlingen/Nerds/Andersartigen zählte, sehe ich mittlerweile als klaren Vorteil.

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
S.O.: Für mich ist es wichtig, jeden Tag zu lachen und jeden Abend mit einem positiven Gedanken einzuschlafen.
Ich schätze Ehrlichkeit und Humor. Neid kann ich ertragen – den muss man sich ja bekanntlich verdienen – aber Falschheit finde ich total abstoßend.
Ich liebe Kinder und Tiere. Deshalb engagiere ich mich auch in diesen Bereichen.
Und ohne als verkappte Feministin gelten zu wollen – es ärgert mich sehr, dass Frauen noch immer doppelt so gut sein müssen wie Männer, um halb so viel zu erreichen. Deshalb arbeite ich lieber mit Frauen und entscheide mich auch sonst immer für »girl power«, wenn sich im Alltag die Möglichkeit dazu ergibt.


A.B.: Welche Hobbys hast Du?
S.O.: ... viel mehr als Zeit, um diesen nachzugehen ... Neben lesen und schreiben male ich gerne. Ich liebe Musik und die Natur, Sport, Reisen und Sprachen. Und ich stehe total auf Geschichte – alle Epochen interessieren mich, Hauptsache alt!

A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftstellerin werden? Oder gab es da eine Initialzündung oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
S.O.: Wahrscheinlich hat mein Papa das zu verantworten. Der erzählte mir nämlich schon als kleines Kind immer die herrlichsten Gute-Nacht-Geschichten. Am liebsten mochte ich seine selbst erfundenen und die Odyssee. Ich habe schon immer gerne gelesen, geschrieben oder zugehört. Wenn ich mutiger gewesen wäre, hätte es viel früher gewagt, Schriftstellerin zu werden. Aber – jetzt kommt mein Lieblings-Zitat – es ist nie zu spät, um das zu werden, was man hätte sein können. (George Elliot)

A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
S.O.: Als Kind hatte ich ein ur-ur-altes Schreibheft von meiner Oma, das liebte ich heiß und innig und dorthinein schrieb ich meine ersten Geschichten. Immer nachts im Bett. Bis das ganze Heft voll war. Dann legte ich lose Blätter hinein, weil ich kein neues anfangen wollte.

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt umsetzt?
S.O.: Wenn ich eine Idee habe, gibt es bei mir erst einmal lange Zeit nur Kopfkino. Das heißt, ich grüble und überlege. Meistens in Szenen. Das mache ich zwischendurch, wenn ich ein paar Minuten Zeit habe – weshalb ich manchmal etwas geistesabwesend wirke – aber am liebsten vor dem Einschlafen. Dabei notiere ich mir nichts. Wenn ich mich am folgenden Abend noch an die Szene erinnern kann, weil ich sie für gut befinde, arbeite ich sie im Geiste weiter aus. Erst wenn die Geschichte im Großen und Ganzen »mental« steht, skizziere ich Personen und Handlung schriftlich. Mittlerweile hauptsächlich am Computer, aber es gibt auch ein Notizbuch. Beim Notizbuch ist es mir wichtig, dass es möglichst ähnlich altertümlich ist, wie mein Schreibheft aus der Kindheit.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
S.O.: Mein Tag ist ziemlich durchstrukturiert – mit Kindern, Job etc. bleibt einem da gar nichts anderes übrig. Das ist in Ordnung und damit komme ich gut zurecht. Ich plane mir feste Zeiten ein, zu denen ich schreibe und dann arbeite ich sehr konzentriert. Zusätzlich habe ich meinen Laptop am liebsten überall dabei – allzeit bereit! Ich versuche so viel Zeit wie möglich für das Schreiben zu nutzen, weil es mir total Freude bereitet. Dabei sitze ich gerne im Garten oder auf der Terrasse, im Café, auf der Couch oder im Bett und gelegentlich sogar am Schreibtisch.

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
S.O.: Nicht wirklich. Natürlich wäre es schön, immer die perfekte Stimmung/Musik/Umgebung zu haben. Aber eigentlich reichen mir mein Laptop und ein Stuhl. Ich ziehe mich beim Schreiben in meinen Kopf zurück und kann alles andere gut ausblenden.

A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
S.O.: Ich LIEBE es, an mehreren Projekten gleichzeitig zu schreiben. Am besten in verschiedenen Genres. Dann kann ich mich je nach Stimmung entscheiden, woran ich arbeiten möchte. Es ist wundervoll, in verschiedene Schreib-Welten einzutauchen, ähnlich wie es bei unterschiedlichen Musikrichtungen der Fall ist.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Welches reizt Dich am meisten?
S.O. Das kann ich gar nicht eindeutig beantworten, weil ich mich noch nicht genug ausprobiert habe, um mich festlegen zu können. Ich finde es gerade reizvoll, dass einem beim Schreiben so viele Türen offen stehen.


A.B.: Jüngst ist Dein Vampir-Roman IMMORTAL BLOOD 1 im Oldigor-Verlag erschienen. Schilder uns doch bitte kurz, was die Leser darin erwartet.
S.O.: Bei Immortal Blood geht es zwar um die klassischen Vampir-Themen wie Unsterblichkeit, ewige Jugend, Leben, Tod – und natürlich die Liebe. Trotzdem habe ich versucht, ein neues Element hinzuzufügen. Meine »Vampire« nähren sich nicht von Blut, sondern von der Lebenszeit der Menschen, ihrer Lebensenergie. Ich erzähle eine bittersüße Liebesgeschichte, die sich über hundert Jahre spannt und verwoben ist mit den Intrigen der Vampir-Familie.

A.B.: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Oldigor-Verlag?
S.O.: Ganz klassisch. Den tollen Menschen beim Oldigor-Verlag hat mein Exposee nebst Leseprobe gefallen und sie haben sich dafür entschieden, es mit mir als neuer Autorin zu versuchen. Darüber freue ich mich wahnsinnig und bin auch sehr dankbar.

A.B.: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Lektorat?
S.O.: Also ganz ehrlich – Immortal Blood ist ja mein erster Roman, der lektoriert wurde und ich war deswegen ziemlich aufgeregt. Allein die Tatsache, dass sich ein Lektor die Zeit nimmt und sich mit meinem Buch auseinandersetzt, fand ich unglaublich. Zudem hatte ich das Glück mit Dir, Alisha, einen erfahrenen Vollprofi an meiner Seite zu wissen, von dem ich Welten lernen kann. Kurzum, das Lektorat war für mich ein Glücksfall und wiederum etwas, wofür ich total dankbar bin. Die Zusammenarbeit hätte angenehmer nicht sein können!!!

A.B.: Wie gefällt Dir die Optik des Romans?
S.O.: Die hat mich umgehauen! Mein erster Roman – und dann gleich dieses wundervolle Cover! Als ich es zum ersten Mal sah, war ich richtig emotional. Es gab sogar einen Jubelschrei. Das Buch hat ein wunderschönes Gesicht und ich freue mich jedes Mal, wenn ich es sehe.

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
S.O.: Literarisch gibt es viele Autoren, die ich super finde. Da könnte ich gleich eine ganze Liste aufzählen. Als ein Beispiel möchte ich Douglas Preston und Lincoln Child mit ihrer »Agent Pendergast-Reihe« nennen. Ich finde es bereichernd, sich von talentierten Autoren, lebend oder tot, und ihren Werken inspirieren zu lassen und habe eine große Wertschätzung dafür.
Ein richtiges Vorbild für mein Leben, zu dem ich aufschaue und das ich bewundere, ist meine Mutter.

A.B.: Liest Du regelmässig? Wenn ja, was bevorzugt?
S.O.: Ich lese dauernd. Gerne Kriminalromane, gerne mit einem Touch Mystik oder Übersinnlichem. Außerdem bin ich ein großer Sherlock-Holmes, Poirot und Miss Marple-Fan. Und oft lese ich auch Fachbücher zu Themen, die mich interessieren.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
S.O.: Man schreibt seine Bücher, damit sie gelesen werden. Schreiben ist keine Einbahnstraße. Ich möchte mit meinen Lesern kommunizieren können, mich austauschen. Deshalb finde ich den Kontakt sehr wichtig.

A.B.: Wie gestaltet sich dieser?
S.O.: Einer der Vorteile des WWW ist, dass man auch dann gut mit seinen Lesern in Kontakt treten kann, wenn man - so wie ich - irgendwo in der Pampa wohnt, fernab von großen Städten. Deshalb habe ich eine Autoren-Webseite und bin in sozialen Netzwerken unterwegs, wie zum Beispiel Facebook oder Instagram. Ich freue mich über jeden neuen Follower und jedes Like.


A.B.: Hältst Du auch Lesungen ab? Oder kann man Dich künftig auf Cons antreffen? Wenn ja, auf welchen?
S.O.: Ich stehe auf alle Fälle in den Startlöchern! Sobald konkrete Termine für Lesungen festgelegt sind, werde ich diese bekannt geben. Darauf freue ich mich schon sehr. Am 17.10.2015 werde ich bei der BuCon in Dreieich-Sprendlingen dabei sein. Und mein großes Ziel für 2016 ist ganz klar die Leipziger Buchmesse ;-)

A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
S.O.: Oh ja! Ganz vorne – mein Mann. Ohne sein Verständnis und seine Geduld würde gar nichts gehen. Meine Eltern sind ebenfalls sensationell – was mussten die mit mir schon alles mitmachen. Und immer noch sind sie unerschütterlich für mich da. Und natürlich Du, liebe Alisha! Wenn Du nicht an mich geglaubt hättest und mich nicht in die Ashera-Familie aufgenommen hättest, gäbe es »Sophie Oliver-Autorin« gar nicht! An alle meine Lieben – Danke, Danke, Danke!!!

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
S.O.: Man braucht einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst und daran, dass man es schaffen kann. Ein dickes Fell und Stehvermögen. Und, wie immer im Leben, ein Quäntchen Glück. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man als Einzelkämpfer und Neuling in der Branche oft wie vor einer Wand steht. Eine gute Agentur, in der man auch neuen Autoren eine Chance gibt, ist sicherlich das Beste, was einem in der Buchwelt passieren kann. Deshalb möchte ich an dieser Stelle eine dankbare Umarmung an meine Agentur Ashera schicken.

A.B.: Worin siehst Du die Vor- und Nachteile in der Klein- und Großverlagsszene?
S.O.: Für mich ist es wichtig zu lernen und in der Buch-Branche Fuß zu fassen. Ich will noch viel erreichen. In einem Verlag wie dem Oldigor-Verlag nimmt man sich die Zeit, auf mich einzugehen. Man beantwortet meine Fragen, man arbeitet im Team zusammen und erschafft ein neues Projekt, an dem alle beteiligt sind. Diese ideale Konstellation gibt es in Großverlagen logischerweise nicht mehr. Zwar haben große Verlage mehr Mittel, um ihre Autoren zu vermarkten, aber man kann auch ganz schnell verheizt werden und ist dann wieder weg vom Fenster. Bei den kleineren Häusern hat man es zwar etwas schwerer, sich auf dem Markt zu platzieren, aber der persönliche Kontakt und die spürbare Buch-Leidenschaft machen das mehr als wett. Ich fühle mich beim Oldigor-Verlag sehr wohl.

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
S.O.: Ich arbeite gerade an einem weiteren Vampir Roman sowie an einer Romance und einem Krimi. Bunt gemischt – herrlich! Außerdem werden einige Kurzgeschichten von mir in verschiedenen Anthologien erscheinen.

A.B.: Vielen Dank für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.
S.O.: Ich danke Dir! Das Interview hat mir großen Spaß gemacht!

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